Vorsicht Kostenfalle – Baunebenkosten im Blick

Wie Ihr bereits feststellen konntet, fallen neben dem eigentlichen Baupreis noch weitere Kosten an. Ein großer Posten in Eurer Kalkulation dürften die Baunebenkosten ausmachen. Darüber könnt Ihr in diesem Blog nachlesen.

Die meisten Baufirmen würden Euch nie ins Gesicht sagen, dass damit Extrakosten verbunden sind. Fragt daher selbst danach. Sprecht diese Dinge in den Vorgesprächen an. Arbeiten, die bauseits ausgeführt werden, sind klassischerweise der Aushub sowie dessen Entsorgung oder Lagerung. Dazu zählen weiter die Erschließung des Grundstücks und die Hausanschlüsse.

Auch der Bezug von Baustrom und Bauwasser werden gesondert abgerechnet – und zwar nicht mit der Baufirma, sondern zwischen den Bauherren und den Versorgungsunternehmen.

Beispiel: Familie Huber hat im Herbst letzten Jahres einen Bauvertrag mit seiner Hausbaufirma abgeschlossen. Über die Wintermonate saß der Familienvater nochmals über den Verträgen und stolperte über einen Begriff, der mit den notwendigen Erdbewegungen im Zusammenhang steht. „Erdarbeiten bauseits!“ steht dort. Was heißt das?

Wenn in Eurem Vertrag das Wort „bauseits“ auftaucht, sollten bei Euch alle Alarmglocken läuten. Dieser Begriff suggeriert den Laien zwar, dass die Baufirma diese Arbeiten übernimmt. Leider ist es aber genau umgekehrt „Bauseits“ bedeutet, dass „Ihr“ diese Aufgaben übernehmen dürft. Dies ist mit Mehrkosten verbunden, die oft im Budget nicht eingeplant wurden.

Solche Kosten stecken üblicherweise in den sogenannten Baunebenkosten. Diese können Euch, bei schlechter Planung, finanziell „den Hals brechen“. Bauherren sollten daher vor Vertragsabschluss klären, was genau „bauseits“ erledigt werden muss

Bauvorbereitungsmaßnahmen, Baustelle einrichten und versorgen

Für die Dauer der Bauarbeiten benötigen die ausführenden Firmen, primär die Baufirma, eine gewisse Grundversorgung. Abhängig vom Bau- und Leistungsumfang werden die allgemeinen Baustelleneinrichtungen meist von der Baufirma bzw. deren Subunternehmern hergestellt. Üblicherweise werden diese Leistungen dann in den Baustellengemeinkosten zusammengefasst.

Checkliste: Welche Bauvorbereitungsmaßnahmen sollten erledigt werden

Überprüft dringend Eure Bau- und Leistungsbeschreibung. Einige Verträge können vorsehen, dass Teile dieser Maßnahmen zulasten des Bauherrn gehen. Auch wenn Ihr nicht zuständig seit, solltet Ihr anhand der Checkliste überprüfen, ob die Arbeiten durchgeführt wurden. So wisst gleich, wie ordentlich Eure Baufirma arbeitet. Zugleich seit Ihr Eurer Pflicht nachgekommen. Habt Ihr an alles gedacht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.