Einbruchschutz im Eigenheim

Albtraum-Einbruch-Studie. Trauriges Ergebnis daraus: 87.145 Wohnungen wurden 2019 in Deutschland ausgeraubt und die Zahlen steigen. Knapp 300 Mio. Euro Schaden. Damit wird jede dritte Minute eine Wohnung oder ein Haus geplündert. Das eigene Zuhause ist so unsicher wie schon seit Jahren nicht mehr. Wohnungseinbrüche haben damit traurige Rekorde gebrochen.

Für die meisten Menschen ist Diebstahl und Einbruch ein Schock. Neben dem materiellen Verlust erleben Betroffene die Beeinträchtigung ihres Sicherheitsgefühls. Fakt ist: Langfinger finden heute immer vielfältigere „Betätigungsfelder“. So einfallsreicher die Tricks der Ganoven sind, so angepasster muss die Vorbeugungsstrategie sein.

Der Urlaub war traumhaft. Sonne, Meer und ein Traumstrand zum Faulenzen. Kaum zu Hause, meldet sich die Realität schmerzhaft zurück. Die Wohnung sieht wie ein Schlachtfeld aus. Einbrecher haben während der Abwesenheit die Gunst des Augenblicks genutzt. Die Diebe haben sich ungehemmt an fremdem Eigentum bedient. So oder so ähnlich ergeht es Jahr für Jahr tatsächlich vielen Deutschen.

Ob im privaten oder im öffentlichen Raum, in Supermärkten oder an der Wohnungstür. Nahezu überall setzen Diebe ihr Verständnis von „Selbstbedienung“ skrupellos in die Tat um. Die wenigsten wissen, dass weit über ein Drittel der Einbrüche tagsüber begangen werden. Tatsächlich dürfte die Zahl sogar noch weit höher sein.

Wenig wählerisch gehen Einbrecher bei Fenstern, Balkon- und Terrassentüren zu Werke. Sie hebeln ihr Hindernis mit einfachem Hebelwerkzeug, z.B. einem Schraubendreher, auf. Angriffe direkt auf die Verglasungen sind eher selten. Oft stehen Fenster bzw. Fenstertüren gekippt oder offen. Unter Sicherheitsaspekten besonders wichtig sind alle leicht erreichbaren Fenster. Erdgeschoss und Souterrain. Aber auch Fenster, die über Balkone, Loggien, Anbauten, Pergolen etc. erreichbar sind. Schwachstellen bilden zudem Dachfenster und Lichtkuppeln in flachgeneigten Dächern. Terrassentüren sind besonders gefährdet da sie von außerhalb schlecht einsehbar sind.

Wie kann man sich gegen Einbrecher schützen?

Die Polizei rät, an Türen und Fenstern zusätzliche Sicherungen anzubringen. Balkontüren und Fenster sollten geschlossen werden, auch wenn man nur kurz das Haus verlässt. Empfehlenswert sind auch Lampen mit Zeitschaltuhren. Diese täuschen Anwesenheit vor und schrecken Einbrecher dadurch ab.

Wer Baut oder Umbaut sollte über eine Hausautomation nachdenken. Mit relativ kleinem Budget kann eine solche Anlage heute realisiert werden. Mit einer programmierten Anwesenheitssimulation wird der Einbrecher abgeschreckt. Das Licht und die Rollos lassen sich zu unterschiedlichen Uhrzeiten schalten. Sogar noch manuell aus der Ferne steuern.

Auch der Einsatz von Videotechnik macht es Einbrechern schwer, sich frei zu bewegen. IP Kameras lassen sich heute schnell und einfach installieren. Bilder und Videos werden bei Bewegung aufgenommen und per Mail an die Eigentümer verschickt. Wer richtig Geld investiert, kann selbst hochauflösende Systeme installieren. Hier liegen wir preislich nur nicht mehr im 3, sondern 4 stelligen Bereich.

Vor dem Urlaub die Nachbarn bitten, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Eine gute Nachbarschaft macht es Gaunern generell schwer. Wer verdächtige Personen um die Häuser schleichen sieht, sollte gleich die Polizei verständigen.

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