Bauvorbereitung: Diese Vorbereitungen solltet Ihr auf Eurer Baustelle treffen

Als Bauherr kommt Ihr nicht umhin, sich um einige Dinge selbst zu kümmern. Wie stressfrei Euer Traumhaus zur Wirklichkeit wird, hängt von einer guten Vorbereitung ab. Sucht den Dialog mit Eurer Baufirma und Eurem Bauleiter. Nutzt alle zur Verfügung stehenden Kommunikationsmöglichkeiten wie E-Mail, Telefon etc., denn so könnt Ihr viele Fragen schnell klären.

Lasst Euch von Eurer Baufirma einen Bauablaufplan erstellen. Danach könnt Ihr Eure eigenen Aufgaben koordinieren und den Baufortschritt nachverfolgen. Somit habt Ihr ebenfalls die Möglichkeit, früh zu erkennen, ob es Probleme bei Eurer Baufirma gibt. Geraten Gewerke in Verzug oder passiert lange nichts auf der Baustelle, sind dies oftmals erste Anzeichen für eine finanzielle Schieflage der Firma. Wie Ihr im schlimmsten Fall mit einer drohenden Insolvenz des Bauunternehmens umgehen, erfahrt Ihr in diesem Blog.

Beispiel: Familie Müller baut eine Doppelhaushälfte mit 200 m² Wohnfläche inklusive Keller. Neben dem Keller soll das Haus 2 obere Etagen (EG und OG) haben. Baubeginn war März 2020. Die Fertigstellung ist für Dezember 2020 geplant. Bis heute stehen nur der Keller und das EG. Derzeit wird an der oberen Etage gemauert.

Laut Bauzeitenplan wäre bereits der Einbau der Fenster an der Reihe. Der Bauträger bzw. dessen Architekt meint, es sei alles im Rahmen. Das Traumhaus wird im August 2020 fertig. Die Bauherren werden langsam nervös, da sie bei Besuchen auf der Baustelle nur 2, 3 Arbeiter sehen. Die Müllers überlegen, jetzt schon Druck auf die Firma zu machen. Macht das Sinn?

Ihr investiert viel Geld und legt große Hoffnung darauf, dass die Baufirma damit Euren Haustraum verwirklicht. So auch Familie Müller. Dass Bauherren angesichts solcher Verzögerungen bereites nervös werden, ist vollkommen nachvollziehbar. Verstärkt wird das schlechte Gefühl, wenn bei Baustellenbesichtigungen nur einige wenige Maurer vor Ort sind.

Der Rohbau ist nicht nur die Hülle Eures Hauses, sondern auch das statische Grundgerüst. Wände, tragende Elemente, Dachstuhl und die Geschosse bilden das Stützwerk Eures Hauses. Bei einer Grundfläche von 200 m² können Bauherren rund 4 Wochen Bauzeit dafür einplanen. Bei Fertighäusern ist die Bauzeit selbstverständlich deutlich kürzer. Im Fall von Familie Müller macht es somit keinen Sinn, bereits jetzt Druck auszuüben. Bleibt mit Eurem Bauleiter in Kontakt und lasst Euch ggf. einen überarbeiteten Bauzeitenplan aushändigen. Achtet bei Euren Abschlagszahlungen darauf, dass Bautenstand und Abschlagszahlungen übereinstimmen.

Vor und während der Bauphase kommt Ihr immer wieder mit Behörden und Versorgungsunternehmen in Kontakt. Ihr müsst dort Genehmigungen beantragen oder einholen, Anträge und Anfragen stellen und auch auf Eurem Grundstück sind einige vorbereitende Arbeiten fällig. Damit Ihr nicht den Überblick verliert, führen wir Euch mit unseren Checklisten durch die Vorbereitungszeit.

Legt Euch einen Ordner an, damit Ihr jederzeit alle wichtigen Papiere wiederfinden. Nachstehend zeigen wir Euch, wie ein Bauablaufplan aussehen sollte, damit Ihr auf der Baustelle nicht den Überblick verlieren.

Achtung: Auf einigen Baustellen können sich Gewerke verschieben oder ganz wegfallen. Baut Ihr beispielsweise ohne Keller, fällt die Kellergeschossdecke weg.

Fazit: Die größten Probleme bei einem Bauvorhaben lassen sich häufig in einer mangelhaften Kommunikation finden. Klärt mit Eurer Baufirma und dem Bauleiter die Zuständigkeiten: Wer ist für was, wann verantwortlich? Einige Gewerke können erst unter gewissen Voraussetzungen starten. Fehlende Genehmigungen, im Weg liegendes Erdreich und Ähnliches bremst Euren Baufortschritt.

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