Macht Eure Heizungsanlage winterfest

Achtung Winter. Die Heizperiode beginnt. Überall werden in den nächsten Tagen oder Wochen die Heizungen angeschmissen. Spätestens jetzt solltet Ihr Eure Heizung fit machen, damit Ihr im Winter nicht frierend in kalten Räumen sitzt.  

Viele fahren in den kommenden Tagen ihre Autos in die Werkstatt. Winterreifen aufziehen, Kühlerflüssigkeit prüfen und Frostschutz für die Wischanlage bestellen. Was leider oft vergessen wird? Diesen Eifer sollten Hausbesitzer in den nächsten Tagen auch für die eigene Heizung aufbringen. Bei einer professionellen Wartung wird die gesamte Anlage geprüft. Jede Wartung fällt nach Art der Heizungsanlage unterschiedlich aus. Generell werden die Abgaswerte gemessen, Verschleißteile und Sicherheitsfunktionen kontrolliert. Bauteile werden gereinigt sowie alle Funktionen und Systemkomponenten geprüft. 

Moderne Heiztechnik umfasst heutzutage mehr als die Gas- und Ölheizung im Haus. Hierzu zählen mittlerweile die Solarthermie, die Wärmepumpen oder Pelletheizungen. Diese sind zwar wartungsfreier als ein herkömmlicher Brennkessel. Aber auch solche Anlagen müssen für den reibungslosen Betrieb gewartet werden.  

Vor Beginn der Heizsaison muss die Anlage winterfit gemacht werden. Lasst eine gründliche Wartung nur durch einen Fachmann durchführen. Dieser stellt sicher, dass die Solarthermie-Anlage den ganzen Winter über gute Erträge bringt. Sein geschulter Blick gibt Aufschluss, ob mit den Modulen auf dem Dach alles in Ordnung ist. Er übernimmt bei der Wartung auch die Kontrolle der Solarflüssigkeit. pH-Wert und im Winter natürlich der Frostschutzgehalt müssen stimmen.  

Bei Ölheizungen ist aus wirtschaftlicher Sicht eine Reinigung des Heizkessels wichtig. Dort können sich Ablagerungen bilden und die Wärmeabgabe hemmen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale behindert ein Millimeter Ruß die isolierende Wirkung. Sie kann so stark sein, dass der Brennstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent in die Höhe steigt. Bei der Wartung der Ölheizungen werden die Filter gereinigt und die Ölleitungen geprüft.  

Wasserdruck prüfen 

Ein erster Schritt beim Heizungs-Check ist, den Wasserdruck der Heizungsanlage zu prüfen. Der richtige Druck wird über eine grüne Kennzeichnung am Druckmessgerät angezeigt. Ist der Druck zu gering, muss Wasser nachgefüllt werden. Dazu schließt Ihr einen Schlauch am Einlassventil an und füllt darüber Wasser nach.  

Heizung entlüften 

Macht Eure Heizkörper gluckernde Geräusche oder werden nicht richtig warm? Dies sind Indizien dafür, dass zu viel Luft im Heizungskreislauf ist. Die Folge: der Heizkörper wird nicht richtig heiß und es wird unnötig Energie verschwendet. Nach dem Prüfen vom Wasserdruck, nun das Entlüften der Heizung.  

Schaltet die Heizung aus und haltet eine Schale bereit. Dreht das Entlüftungsventil der Heizung mit einer Zange oder einem Vierkantschlüssel auf. Fangt dabei das entweichende Wasser mit der Schale auf. Sobald die Luft vollständig entwichen ist, kann das Ventil wieder zugedreht werden. Diesen Schritt könnt Ihr bei jedem Heizkörper durchführen.  Danach sollte kein glucksen mehr zu hören sein.  

Thermostatventile prüfen und austauschen 

Werden die Heizkörper noch immer nicht richtig warm, kann dies an den Thermostaten liegen. Mechanische Thermostate bestehen aus einem Thermostatkopf und einem festen Ventilunterteil. Der er so genannten Stopfbuchse. Nach der Sommerpause können sich am Ventilstift Ablagerungen bilden. Dadurch lässt sich der Stift nicht mehr bewegen und das Ventil öffnet nicht mehr.  

Dies könnt Ihr wie folgt überprüfen:

  • Nehmt zunächst den Thermostatkopf ab.
  • Nun könnt Ihr mit einer Zange den Stift vorsichtig vor- und zurückschieben.
  • Dadurch sollten sich die Ablagerungen lösen und der Mechanismus wieder funktionieren.
  • Falls nicht, ist der Kopf des Thermostatventils kaputt. Dieser muss dann eventuell ausgetauscht oder das komplette Thermostatventil ersetzt werden. 

Heizkörper streichen 

Auch Eure Heizkörper solltet Ihr Euch hin und wieder genauer anschauen. Bei auffallenden Roststellen den Heizkörper entrosten und neu streichen. Wenn die Roststellen nicht behandelt werden, kann dort irgendwann Wasser austreten. Das sollte man auf jeden Fall vor dem Beginn der Heizperiode an einem kalten Heizkörper machen.  

Heizung einstellen 

Eine Heizung wird durch sehr viel Elektronik geregelt. Diese Mechanismen müssen auch optimal für den perfekten Betrieb der Heizung eingestellt sein. Die Vorlauftemperatur der Heizungsanlage darf nicht zu hoch sein. Denn hier spart man bares Geld. Vor allem nachts kann sie abgesenkt werden, da die Heizung nicht im Vollbetrieb laufen muss.

Vorsicht bei den Fußbodenheizungen, da die eine enorme Vorlaufzeit haben.

Auch die Rohrleitungen im Keller sollten in jedem Fall ordentlich isoliert sein. Wenn das nicht der Fall ist, geht schon hier sehr viel Wärme flöten. Das schon, bevor das warme Wasser überhaupt im Heizkreislauf angekommen ist. Eine solche Dämmung kann selbst durchgeführt werden. Passendes Material findet man in jeden Baumarkt.  

Wer nun morgen sein Auto in die Werkstatt fährt, sollte auch gleich den Heizungsfachmann anrufen.

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