IT-Sicherheit – Schützt Eure Daten mit einfachen Schritten beim mobilen Arbeiten

Die Corona Krise hat die Arbeitswelt in kürzester Zeit auf den Kopf gestellt. Weit mehr Menschen sitzen derzeit in den eigenen vier Wänden und arbeiten aus der Ferne. Dabei läuft oft nicht alles rund. Mal fehlt die passende Software. Mal ist das heimische Netzwerkwerk den technischen Anforderungen nicht gewachsen. Mal fehlt es an der notwendigen Sicherheit.

Mobile Endgeräte und der Arbeitsplatz zu Hause, sind die Achillesferse der IT-Sicherheit. Sicherheitslücken in Euren Router oder Windows-Systemen reißen Einfallstore über das eigene Heim- bis in das Firmennetzwerk. Cyberkriminelle nutzen die Angst der Menschen vor einer Ansteckung mit dem Corona Virus scharmlos aus, um Schädlinge zu verbreiten. Seit März 2020 sind die Cyberattacken gegenüber dem Vormonat um 30 Prozent gestiegen.

Mobiles Arbeiten wurde nicht erst in Pandemiezeiten immer wichtiger, wogegen öffentliche Netzwerke immer unsicherer werden. Auch das heimische Netzwerk ist oftmals nur rudimentär abgesichert. Beachtet Ihr aber nur eine kleine Reihe von Sicherheitsregeln, reduziert Ihr das Risiko einer erfolgreichen Attacke erheblich. Damit schützt Ihr nicht nur die eigenen, sondern auch die sensiblen Daten Eures Unternehmens vor Cyberkriminellen.

Beim mobilen Arbeiten fehlen Euch meist professionelle Sicherheitskomponenten wie eine Firewall, Proxy-Server oder Patch-Management, die Euer internes Netzwerk vor Angriffen und Datenverlust von außen schützen. Damit sind mobilen Endgeräte, wie Smartphone, Tablets oder Notebooks unterwegs oder auch in den eigenen vier Wänden in der Regel schlechter geschützt als innerhalb eines gesicherten Unternehmensnetzwerkes. Selbst die Gefahr eines Diebstahls des Gerätes oder der Firmendaten ist eine Gefahr, die kaum jemand bedenkt.

Verwendet sichere Passwörter, die sich aus mehreren Zeichen zusammensetzen. Passwort1234 ist kein sicheres Passwort. Ein sicheres Passwort hat mindestens 8 Zeichen und setzt sich aus einer Kombination von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen und Ziffern zusammen. Sie sollten keinen persönlichen Bezug zu Euch haben und öfter geändert werden. Wenn Euch die Kreativität fehlt, nutzt einen kostenlosen Passwort-Generator. Wenn Ihr Euch die komplizierten Passwörter nicht merken könnt, hilft ein Passwortsafe wie beispielsweise KeyPass. Nutzt zusätzlich eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Ganz gleich, ob Ihr das Eigene oder vom Unternehmen zur Verfügung gestelltes Gerät nutzt. Spielt regelmäßig Updates ein, auch wenn es lästig erscheint und die Arbeitszeit raubt. Diese Updates verhindern, das Kriminelle über bekannte Sicherheitslücken in Eure System eindringen kann. Wenn Ihr keinen Virenscanner habt, nutzt diesen oder schaltet zumindest den in Windows 10 integrierten Scanner ein.

Vertrauliche Daten gehören nicht ungesichert auf der Festplatte gespeichert. Nutzt die Verschlüsselung und führt regelmäßig Backups der Daten durch. Veraltete Browser sind das Eldorado der Cyberkriminellen, daher weg damit.

Immer wieder sehe ich Mail-Programme ohne Spamfilter, obwohl diese meist integriert und einfach nur eingeschaltet werden müssen. Eine einfache Einstellung genügt und schon ist das Postfach nicht nur übersichtlicher, sondern gleich vor gut gemachten Phishing-Mails grundsätzlich geschützt.

Überprüft die Einstellung in Eurem Mailprogramm, ob dort aktive Inhalte in Mails erlaubt sind. Falls ja, solltest Du diese deaktivieren. Nicht jede Schadstoffmail kann abgefangen werden, daher ist Sensibilität gefragt. Klickt nicht einfach jedes Attachment an, das Euch geschickt wird. Kontrolliert den Absender. Überlegt, ob die Mail wirklich an Euch gerichtet ist. Habt Ihr keine Bestellung getätigt, erwartet Ihr keine Rechnung oder dergleichen, löscht die Mail. Solltet Ihr mal eine Mail zu viel gelöscht haben, werdet Ihr sicher erneut angeschrieben.

Die meisten von Euch haben zu Hause einen aktuellen Router stehen, der mit dem Internet verbunden ist. Moderne Router enthalten bereits eine gut funktionierende Firewall, die standardmäßig direkt mit aktiviert ist. Damit werden ungewünschte Zugriffe von außen zunächst mal geblockt. Ihr solltet dennoch darauf achten, dass die Passwortoberfläche des Routers mit einem guten Passwort geschützt ist. Kontrolliert regelmäßig, ob die Firmware des Routers auf dem aktuellen Stand ist. Auch, wenn die Updates automatisiert durchgeführt werden, kann ein Blick hin und wieder nicht schaden.

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