Moderne Hausautomation

Die meisten Menschen verwerfen schnell den Gedanken an eine Hausautomation. Der Wunsch daran landet schnell in den Schubladen zu teuer und zu technisch. Diese anmutende Sache ist doch mehr für Technikspezialisten. Neu zu verlegende Kabel, Bauarbeiten, eine komplizierte Programmierung und viele andere Sachen. Denen geht man lieber aus dem Weg.

Heute stehen allerdings viele Systeme in den Verkaufsregalen, die mit diesen Vorurteilen aufräumen. Einfach zu installierende Systeme werden per Funk und Verkabelung  bereits angeboten. Zudem sind sie auch noch per Smartphone von überall aus steuerbar.

Beim Thema Haustechnik fragen sich viele: „Brauche ich das?“ Dies ist doch eher ein kompliziertes Spielzeug für Technik-Freaks. Stufe I der Haustechnik besteht meist darin, alle Geräte per Funk-Steckdose zu schalten. Bei vielen kommt dann schnell der Wunsch auf, diese zeitgesteuert zu betreiben. Somit kommt eine Zeitschaltuhr ins Haus. Das Ganze wird immer weiter ausgebaut. Am Ende bleibt ein bunt zusammengewürfelter „Zoo“ an Fernbedienungen, Schaltuhren usw.

Noch immer wird jeder Neubau, von der Elektroinstallation her, nach einem Standard eingerichtet. Ein Lichtschalter neben die Tür, ein paar Steckdosen im Raum verteilt, fertig. Wohnkomfort geht heute aber anders. Mehrere funktionelle Leuchten werden je nach Bedarf im Raum geschaltet oder gedimmt. Rollläden sind motorisiert und haben gleich mehrere Funktionen. Dieses Szenario kann beliebig ausgebaut werden. Anwesenheitssimulation. Zentrale Steuerung der Heizungsanlage. Automation der elektrischen Rollläden nach Tageszeit und Sonnenstand. In erster Linie heißt Hausautomation Komfort und Sicherheit.

Im dunklen Flur oder Kellergang nach dem Lichtschalter tasten? Mit vollen Armen im Dunkeln vor der Haustür nach dem Schlüssel angeln? Wieder vergessen, die Außenbeleuchtung vor dem Schlafengehen abzuschalten? Was ist, wenn sich jemand nachts in dunkler Absicht dem Haus nähert? Lockt ein drei Wochen mit heruntergelassenen Rollläden zurückgelassenes Haus nicht Einbrecher an? Die moderne Haustechnik hilft mit Simulationen, Zeitsteuerungen und automatisierten Abläufen.

Neben Komfort und Sicherheit trägt Haustechnik auch zur Energieeinsparung bei. Eine Beleuchtung wird nur geschaltet, wenn sie auch benötigt wird. Die Heizung läuft auf Hochtouren, wenn die Bewohner im Haus sind. Per Smartphone oder Tablet-PC wird das Gebäude von überall konfiguriert- und bedient. Eine energieeffiziente Hausautomation mit hohem Komfort ist heute keine Budgetfrage mehr. Das Komforthaus von Heute ist nicht nur günstig, sondern erhöht noch den Sicherheitsstandard.

Intelligente Gebäudetechnik wird immer mehr zum festen Bestandteil moderner Elektroinstallation. Insbesondere im Neubau empfiehlt es sich daher über eine Hausautomation nachzudenken. Denn der Trend der Zeit gibt andere Zeichen vor.

[yop_poll id=“5″]

 

Letzte Artikel von S. Biel (Alle anzeigen)

1 vote

2 Gedanken zu „Moderne Hausautomation

  1. Ich habe die Eigentümer einer Wohnung in München, die sich gerade im Bau befindet, bezüglich SmartHome beraten. Es ist ein System auf Z-Wave-Basis mit Fibaro geplant.

    Die wichtigste Entscheidung war, in alle Rolllädenkästen, und es sind 10 in der ganzen Wohnung, Strom legen zu lassen. Statt der standardmäßigen Rolläden werden gleich solche mit Motor verbaut. Angeschlossen wird das ganze System allerdings erst nach der Abnahme. D.h. zunächst sind die Rolläden nicht funktionsfähig und werde auch so abgenommen. Damit spart man Kosten. Denn für jede Änderungen verlangt der Bauträger 10% Bauleitungsgebühr.

    Die Bauleitung des Bauträgers ist für die Ausführung der SmartHome Installation also selbst nicht verantwortlich. Die wären dazu auch gar nicht in der Lage gewesen. Das erfolgt alles erst nach der Abnahme durch andere Dienstleister.

    Der zweitwichtigste Punkt ist eine wohlüberlegte Planung bei den Steckdosen. Aber das ist eigentlich immer notwendig, auch wenn man keine Automatisierung plant.

    Zusätzliche Schalter, in Form von Funkschaltern, sind auch nachträglich überall leicht zu platziert. Das stellt eigentlich keine Herausforderung bei der Planung dar.

Kommentar verfassen