Welt der Bautechnik – Teil 1

Unser Baublog ist um eine weitere Kategorie reicher geworden. Im „Technikraum“ stellen wir unsere Erfahrungen, Tipps und Tricks gesammelt in einer Kategorie dar. Durch unseren 5 Phasen TÜV können wir ein paar Ratschläge weitergeben auf die während der Bauphase zu achten ist. Unsere eigenen Erfahrungen wachsen ebenfalls jeden Tag. Zudem erhalten wir von den vielen Bauchfachleuten um uns herum gute Informationen. Vielleicht kann der eine oder andere Bauherr seinen Nutzen daraus ziehen.

Bodenplatte erdberührt, beheizt und Wohnraum mit dichtem Oberbelag

Gemäß DIN 18195 Teil 4 ist die erdberührte Bodenplatte gegen Wasserdampf und Restfeuchte abzudichten. Dies gilt auch bei Bauteile aus WU-Beton! z.B. G200 S4 , V60 S4 AL. Hierzu werden Bitumenbahnen auf den Boden geschweißt. Stinkt gewaltig und sorgt für Kopfschmerzen, daher anschließend gut lüften.

 

Sockel/- Fußpunktabdichtung 

Sockelabdichtung
Fußpunktabdichtung

Gemäß DIN 18195 Teil 4 ist das Mauerwerk hinter dem WDVS mind. 300 mm über Geländeoberkante gegen Bodenfeuchtigkeit abzudichten.  Im Bereich der Türen und Fenster fehlt noch die Fußpunktabdichtung. Hier erfolgt zunächst ein kraftflüssiger Voranstrich. Nach einer Trockenphase ist die erste Deckschicht (Bitumenbahnen) aufzutragen. Nach Fertigstellung muss die Endschichtdicke mindestens 1,5 cm betragen und im Mittel 2,5 cm.

Weiterhin sollten in den Türbereichen ggf. Entwässerungsrinnen angebracht werden, um das Wasser vom Haus weg zu halten. Besonders wichtig bei Eingangstüren in Hanglagen, sowie Terrassentüren.

 

KS Mauerwerk

Das Überbindemaß des Mauerwerks ist kleiner 0,4 H bzw. < mind. 10 cm. Es ist eine Zusatzmaßnahme wie z.B. Putzarmierungen erforderlich. Es besteht ein erhöhtes Rissrisiko. In der Eile wird gerne auf das Schneiden eines zusätzlichen Steins verzichtet. Dabei entsteht ein falsches Fugenmaß, das zu späteren Rissen im Mauerwerk führen kann. Um das Problem zu beseitigen, muss die Wand nicht abgerissen und neu hochgezogen werden. Hier reichen zusätzliche Maßnahmen in Form von Putzarminierung, oder Fugenband, aus.

 

Walmdach Zeltdach ohne Lüfterfirst!

Sofern die Dachschrägen gedämmt werden ist eine Entlüftung der Deckungsebenen durch zusätzliche Lüftersteine erforderlich.

 

Gebundene Dachrinnen (Walmdach)

Bei langen Dachrinnen (unsere hat eine Länge von 12 Metern) müssen Dehnungsgleicher eingebaut werden. Bei Wind- und Regenlast droht die Rinne sonst zu brechen.

 

Dachsteine

Nach dem Verlegen der Dachsteine sollte kontrolliert werden, ob diese ohne Beschädigungen sind. Die Beschädigten austauschen, sowie den Staub vom Schneiden beseitigen lassen. Ein paar Ziegel sollten für einen späteren Austausch auf Seite gelegt werden.

 

Nach Innenputz

 

 

 

 

 

Keine Sorgen beim Innenputz. Zum einen dürfen sich die Bauherren darüber freuen, dass es der letzte schmutzige Arbeitsschritt im Hau ist. Zum anderen erkennt man anschließend die Ausmaße der Räume. Wichtig ist nach dem Verputzen, das gut gelüftet wird. Bei schönem Wetter hilft alles Fenster aufreißend und durchlüften lassen.

 

 

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