Welcher Baupartner ist der Richtige?

Aus unserem Technikraum. Der Traum vom eigenen Haus ist in fast jedem Menschen fest verankert. Dieser Gedanke, der Familie ein Nest zu schaffen, stammt bereits aus den Urzeiten unserer Evolution. Ist der Entschluss sich an ein Neubauprojekt zu wagen einmal gefasst, beginnt die Suche nach dem richtigen Baupartner für das Traumhaus.

fragezeichenViele Bauherren stehen gerade in dieser Zeit vor der Frage: „Welche Baufirma verwirklicht unseren Traum?“ Sie nehmen dafür Kredite auf, verzichten auf Urlaub und stecken jeden Cent in den Hausbau. Doch dann folgt oft der Schock: Die Bauarbeiten wurden mangelhaft ausgeführt, Wände schimmeln, Fenster sind undicht, ganze Häuser unbewohnbar. Die Nerven der Bauherren liegen blank.

Ein Haus bauen zu lassen ist und bleibt Vertrauenssache. Es ist ein Zusammenspiel von Bauherren, Baufirmen, Subunternehmern, Architekten, Gutachtern und dergleichen. Eine lange Liste von Menschen und Institutionen (Bauämter etc.).

Das derzeit niedrige Zinsniveau bietet viele Möglichkeiten sich den Traum vom Neubau zu Gönnen. In der Regel baut jeder einmal im Leben sein Nest. Das möchte man selbstverständlich so schick und so günstig wie möglich machen. Genau hier liegt die große Gefahr den größten Fehler seines Lebens zu begehen. Bauherren sollten ganz genau vergleichen! Nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach der Leistung. Achten Sie bei der Preisfrage darauf, dass Sie ihr Budget für den Hausbau nicht zu knapp kalkulieren. Geiz ist Geil hilft hier nicht weiter.

 

Welcher Baupartner ist der Richtige?

Diese Frage lässt sich nur sehr schwer beantworten. Um das Risiko bei der Auswahl des richtigen Bauträgers möglichst gering zu halten, sollten die Baubeschreibung und der Werkvertrag genauestens studiert werden. Eine grundlegende Voraussetzung für eine reibungslose Zusammenarbeit von Bauherr und Hausanbieter, oder Bauträger, ist ein korrekter und verständlich formulierter Bauvertrag. Wer sich hier umfassend informiert, unklare Formulierungen ersetzt, sowie Leistungen, Materialien und den Ausstattungsgrad detailliert beschreiben lässt, vermeidet am Ende benachteiligt zu werden.

Eine lapidare Formulierung, dass Sanitärobjekte eines bestimmten Herstellers verbaut werden, reicht nicht aus. Dort klaffen große Lücken zwischen Preis und Qualität. Definieren Sie diese Merkmale sorgfältig und einigen Sie sich auf bestimmte Produktserien der Hersteller. Zudem sollten Preisvorgaben zum Bestandteil des Vertrages gemacht werden, auf die man sich z.B. bei Gutschriften berufen kann. Sollte Ihr Gegenüber bereits hier auf dem Stuhl hin und her rutschen, lassen Sie es sein. In diesem Augenblick sehen Sie das erste Kriterium beim falschen Baupartner zu sitzen.

Jeder Bau weise im Schnitt 10 bis 20 Mängel auf. Dieses Ergebnis kam bei einer Untersuchung des Bauherren-Schutzbundes an 300 Bauvorhaben heraus. Schadenssumme: bis zu 50.000 Euro je Eigenheim. Wegen Pfusch zogen im vergangenen Jahr 40.000 Baustreitigkeiten vor die Amtsgerichte.

40.000 falsche Baufirmen?

 

Worauf sollten Sie achten?

Suchen Sie sich eine Baufirma aus Ihrer Region. Zudem sollten die beteiligten Subunternehmer aus Ihrem näheren Umkreis sein. Vergleichen Sie, ob der Preis und die vereinbarte Leistung stimmig sind. Schauen Sie sich Referenzen an und unterhalten Sie sich mit den dortigen Bauherren. Welche Erfahrungen haben diese mit der jeweiligen Baufirma oder den Subunternehmen gemacht. Versuchen Sie herauszufinden, mit wem die Firma bereits zusammengearbeitet hat und befragen Sie diese.

Achten Sie darauf, dass der Verkäufer oder Berater das Bauunternehmen direkt vertritt. Wie lang ist die Gewährleistungsfrist? Diese ist vom Gesetzgeber auf fünf Jahre festgelegt. Vereinzelt bieten Baufirmen sogar bis zu zehn Jahren an. Abschlagszahlungen spiegeln die Seriosität des Unternehmens wider. Um sich finanziell abzusichern, vereinbaren Sie vom Baufortschritt abhängige Zahlungen. Achten Sie darauf, dass die Abschlagszahlungen wirklich vom tatsächlichen Baufortschritt abhängen und auch dessen Wert (max. 40% der Gesamtsumme nach der Fertigstellung) entsprechen und nicht bauzeitabhängig vereinbart werden.

Schreiben Sie einen genauen Fertigstellungstermin in Ihren Bauvertrag und regeln Sie schriftlich, was passieren soll, sobald dieser Termin überschritten ist.

Mit diesen Tipps werden Sie Ihr Bauprojekt besser meistern, sowie den Gefahren im Vorfeld und in der Bauphase aus dem Weg gehen können.

 

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