Kühlen Kopf in den eigenen vier Wänden bewahren

Ein leidiges Thema in den eigenen vier Wänden. Vor den Fenstern tummeln sich die Spinnweben, drinnen herrschen tropische Temperaturen. Wer nicht gerade sein Wasserbett auf kühle Temperaturen runterschrauben kann, hat ein Schlafproblem. Hitzestau in den eigenen vier Wänden, aufsteigende Feuchtigkeit sorgt für ein subtropisches Klima und an Schlaf ist dabei kaum noch zu denken. Was hilft? Lüften! Aber richtig!

Herrschen draußen hochsommerliche Temperaturen, soll es in den Wohn- und Schlafräumen weiterhin möglichst kühl bleiben. Vor allem in den Ballungsgebieten raubt einem die Hitze den erholsamen Schlaf. Gerade wegen der dichten Bebauung staut sich in den Gebäuden die Wärme sogar noch in der Nacht. Eilends aufgestellt Klimageräte versprechen zwar Abhilfe, bringen aber meist nicht mehr den gewünschten erfolgt. Der hochvolle Wasserbehälter muss laufend ausgekippt werden, wozu man sich dann auch noch den Wecker stellen darf. Ungünstiger Nebeneffekt wenn ich das nicht mache – Eine große Wasserpfütze im Zimmer. Zudem sind solche Geräte in der Anschaffung recht teuer und treiben zudem die Stromrechnung in die Höhe.

 

Doch was tun, bei der nächsten Hitzewelle

Ganz einfach: Auch ohne Klimaanlage lässt sich so einiges gegen den Hitzestau unternehmen.

  • Wenn lüften, dann früh morgens und nachts.

Ist die Hitze einmal im Gebäude angekommen, lässt sich die Raumtemperatur nur schwer wieder senken. An heißen Tagen sollten Fenster und Türen möglichst geschlossen bleiben. Stattdessen lieber in den kühlen Morgenstunden oder nachts intensiv stoßlüften. Alle Fenster auf und quer lüften. Ziehen die Gewitterfronten durch das Land, schieben sie meist kühle Luft vor sich her. Auch hier den günstigen Augenblick nutzen. Bei kühlem Wind alle Fenster und Türen für kurze Zeit auf und kräftig durchlüften. Vorsicht Durchzug. Daher Türen und Fenster sichern, sonst gibt es am Ende teuren Bruch.

  • Alle elektronischen Geräte ausschalten, die nicht unbedingt laufen müssen

Zusätzliche Wärmequellen im Haus auf ein Minimum reduzieren. Dies bedeutet auch den Computer und Fernseher auszuschalten, da diese Geräte bei längerem Betrieb ordentlich Hitze produzieren. Warum auch in der Bude vor der Mattscheibe kleben, wenn es denn mal draußen schön ist.

  • Sonnenschutz außen anbringen

Ist der Sonnenstrahl an der Glasscheibe einmal vorbei gekommen, dann ist auch die Hitze ins Innere gelangt. Hier hilft nur, die Hitze erst gar nicht rein zu lassen. Die außen angebrachten Schattenspender wie Rollläden, Markisen oder Jalousien können die Sonneneinstrahlung um bis zu 90 Prozent reduzieren. Funktioniert aber nur, wenn sie tatsächlich an der Außenwand angebracht sind. Sie wirken um ein vielfaches effektiver gegen das Aufheizung der Räume als zugezogene Gardinen.

Ist die Installation außen nicht möglich, kann ein Blendschutz auf der Innenseite der Fenster eine Alternative sein. Wenig lichtdurchlässige Sonnenschutzrollos oder gut abdunkelnde Vorhänge sind eine gute Alternative und sollten genutzt werden.

  • Wärmedämmung gegen die Hitze

Ein Haus mit guter Wärmedämmung verschafft auch im Sommer ein angenehmeres Raumklima als in schlecht oder gar nicht gedämmten Gebäuden. Die äußere Dämmschicht verhindert, dass die Außenwand zu viel Wärme aufnimmt. Somit hält die Dämmung das Gebäude nicht nur im Winter warm, sondern sorgt im Sommer auch für einen besseren Hitzeschutz. Allerdings gibt auch dieses System irgendwann nach.

 

Fazit:

Lüften! In den kühlen Tageszeiten stoßweise alle Fenster und Türen aufreißen und kräftig durchlüften. Danach wieder zu und sofern vorhandene Schattenspender schließen. Der beste Schutz gegen die Hitze im Haus, ist diese erst gar rein zu lassen.

 

 

 

 

 

 

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Ein Gedanke zu „Kühlen Kopf in den eigenen vier Wänden bewahren

  1. Reine Dämmung aus Styropor oder Mineralwolle und anderen leichten Isolationsmaterialien taugt kaum als echter Hitzeschutz weil die Phasenverschiebung, bedingt durch fehlende Wärmespeicherfähigkeit, zu gering ist. Nebenher kann sich bei besonders hohen Außentemperaturen, gepaart mit hoher Luftfeuchte, die Letzgenannte zwischen Mauerwerk/Innenwand und Dämmung als ausfallende Nässe niederschlagen die sehr viel Zeit zum Abtrocknen benötigt.
    Ideal wären massive Wände ohne zusätzliche Wärmedämmung – auch im Dachbereich. Nur wollen da die wenigsten Hausbaufirmen ran. Eine andere Alternative könnten Strohballenwände und Lehmwände sein aber die sind kurioserweise sehr teuer obwohl der Rohstoff fast überall verfügbar ist. :-/
    Ich würde fast behaupten dass das eine Folge des Einflusses der Dämmstofflobby bei der Politik ist.

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