Hausautomation ins Licht bringen

Teil 2 der Hausautomation: Die Rohinstallation ist erfolgt und die Versorgungsleitungen liegen bereits im Haus. Der Strom ist da, die ersten Lampen hängen, aber nach dem gewohnten Druck auf den Lichtschalter passiert nichts. Sämtliche Taster, Steckdosen und Lampen die sich innerhalb der Hausautomation befinden müssen nun zugewiesen und programmiert werden.

In unserem vorherigen Artikel – Installation der Hausautomation – haben wir uns mit den grundlegenden Überlegungen der Hausautomation beschäftigt. Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit dem einbinden der Module sowie dem internen, wie externen Zugriff auf die Systeme.

 

Zentrale und Smartphone verbinden

pocket-control-konfIm ersten Schritt wird eine interne Verbindung zwischen dem Smartphone und der Zentrale eingerichtet. Dazu wird die App gestartet und unter Einstellungen die IP-Adresse der Zentrale, der Benutzername und das Passwort eingetragen. Nachdem die Einstellungen korrekt vorgenommen wurde, sollten automatisch alle Geräte mit der App synchronisiert werden.

Als nächstes kann die externe Verbindung eingerichtet werden. Dazu muss das Smartphone vom hauseigenen Netzwerk getrennt werden, in dem das W-Lan am Gerät abgeschaltet wird. Anschließend wird im Feld „Verbindung extern“ die Domainadresse des zuvor konfigurierten DNS Dienstes eingetragen. Wie das geht, wird unter Zugriff von extern beschrieben.

Nachdem auch hier alle Geräte erkannt sind, kann die interne Verbindung wieder aktiviert werden.

 

Geräte finden und umbenennen

pocket_control_modul-1Damit nun die einzelnen Lichtschalter (=Taster) im Haus die entsprechenden Aktionen ausführen können, die wir uns wünschen, müssen wir die Taster, die Rollos, Steckdosen usw. ausfindig machen, den Räumen zuweisen und entsprechend bezeichnet. Nach der Inbetriebnahme sehen wir zunächst nur die Modulbezeichnungen, wie etwa Q0496170_1.

Welches Rollo nun hinter welcher Modulbezeichnung steckt, ist relativ einfach herauszufinden. Diese lassen sich mit Hilfe einer entsprechenden App für Smartphone und Tablettes, die auf iOS oder Android Systemen, installiert werden schnell zuweisen. Nachdem wir die Verbindung zwischen dem Smartphone und der Zentrale hergestellt haben, schauen wir uns im nächsten Schritt die gefundenen Geräte an.

Als erstes weisen wir sämtliche Rollos den gefundenen Geräten zu und benennen sie anschließend um. Um herauszufinden, welche Rollos hinter pocket-control-3den Gerätenummern stecken, führen wir bei Q0496170_1 eine Aktion aus und lassen das Rollo nach unten fahren. Nachdem wir festgestellt haben, welches Rollo im Haus nach unten gefahren ist, merken wir uns die Gerätenummer, gehen über den Menüpunkt „Geräte“ auf die Einstellungsseite und benennen sie dort bspw. mit „Schlafz. Jalousie“.

Nach diesem Verfahren weisen wir alle Rollos den Gerätenummern zu und benennen sie um. Bei den Lampen und Steckdosen verfahren wir nach einem ähnlichen Muster. Nur das dort kein Schieberegler, sondern ein Kippschalter mit 0 = Aus oder 1 = An zu sehen ist. Mit der entsprechenden Aktion können sämtliche Geräte schnell zugewiesen, und ebenfalls umbenannt werden. Vorausgesetzt, das entweder eine Lampe unter der Decke am entsprechenden Gerät hängt, bzw. ein Endgerät (wir haben dafür ebenfalls Lampen genutzt) in den Steckdosen stecken.

 

Die Lichtschalter

Bei den Tastern (=Lichtschaltern) wird es ein wenig kniffliger, wenn während der Rohinstallation keine genau Dokumentation über die Belegung der Drähte zwischen den pocket_control_modul-2Aktoren und Taster erfolgte. Da aus guter Erfahrung die meisten Elektriker damit sehr sparsam umgehen, hier eine kleine Anleitung, um dennoch die Taster zu finden. Benötigt werden dazu zwei Personen, ein Stromprüfer und ein Telefon, bzw. Funkgerät oder eine sehr laute Stimme.

  1. Eine Person läuft von Taster zu Taster, drückt und hält den jeweiligen Schalter
  2. Eine andere Person überprüft während dem drücken des Tasters, auf welchem Aktor ein Signal (=Strom) ankommt.
  3. Über die Nummer des Hutschienen-Schaltaktor, kann das Gerät zugewiesen werden.
  4. Gerätenummer mit Aus-/Eingang notieren und Bezeichnen. Bsp: Q0454420_14 in „Taster_Küche_Lampe“

 

Zugriff von extern

Damit ein Zugriff auf unsere Hausautomation auch von überall auf der Welt funktioniert, muss der heimische Router so eingestellt werden, das er jederzeit mit der selben IP Adresse im Internet steht. Nur so kann mit Hilfe einer Fernsteuerung, bspw. einer App, von überall auf die Anlage zugegriffen werden. Ob Sie nun im Winterurlaub sind und bereits einen Tag vor der Heimreise die Heizung wieder auf Hochtouren schalten wollen oder nur das Licht ein- oder ausschalten möchten. Kein Problem!

Um nun über das Internet auf den heimischen PC, das Heimnetzwerk oder die Haussteuerung zugreifen zu können, müssen diese unter einer festen Internet-Adresse erreichbar sein. Zu diesem Zweck gibt es dynamische DNS-Dienste.

Warum müssen diese eingerichtet werden?

Jedes Mal, wenn Ihr PC beziehungsweise Ihr Router eine Internet-Verbindung herstellt, bekommt er vom Provider eine IP-Adresse zugewiesen. Selbst wenn Sie die Verbindung permanent aufrechterhalten, trennt der Provider diese alle 24 Stunden automatisch. Auch wenn der Router so eingestellt wird, dass er sich sofort erneut verbindet, erhält er eine neue IP-Adresse. Der Zugriff auf die heimische Haussteuerung wird damit gesperrt.

Bei manche Providern können gegen eine Gebühr feste IP-Adressen gemietet werden. Eine kostenlose Alternative bieten dagegen dynamische DNS-Dienste. Von diesen erhält der Nuzter eine feste Adresse in Form einer Sub-Domain. Die meisten Router lassen sich so konfigurieren, dass sie dem gewünschten DynDNS-Dienst nach jeder Internet-Einwahl automatisch die neue IP-Adresse mitteilen. Somit ist der Zugriff auf die Haussteuerung jederzeit von außen gewährleistet.

 

 

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