Fußbodenheizung – was ist zu berücksichtigen?

Wenn Sie eine Fußbodenheizung in Kombination mit Holzböden planen, sollten Sie berücksichtigen, dass Holz- und die Art des Verlegens eine wichtige Rolle spielen. In der Regel lässt sich ein Holzboden gut auf einer Warmwasserfußbodenheizung verlegen. Trotzdem sind Hinweise des Herstellers stets zu beachten.

Da die Oberflächentemperatur nicht mehr als 28 °C betragen sollte, ist eine Verlegung auf elektrischen Heizmatten nicht empfehlenswert. Es ist grundsätzlich so, dass der Holzboden die Wärme weniger gut durchlässt als beispielsweise dünne Kunststoff- bzw. Linoleumrollenware. Fliesen und Natursteinbeläge haben die höchste Wärmeleitfähigkeit, sodass Sie die Fußbodenheizung weniger stark aufdrehen brauchen. Sind Sie auf der Suche nach einem Anbieter für Holzböden, werden Sie womöglich hier fündig: http://www.hori.eu/.

Laminatboden mit Fußbodenheizung

Heutzutage besitzen Laminatbelege auf der Unterseite meistens eine kaschierte Trittschalldämmung. Ist dies der Fall, können Sie sich nach den dort angegebenen Wärmedurchlasswiderständen richten. Meist liegen diese zwischen 0,05 und 0,10 m²K/W. Der Wärmedurchlasswiderstand sollte mit einbezogen werden, sofern die Trittschallunterlage separat ist. Dabei sind kleinere Werte umso günstiger.

419823_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deFertigparkett mit Fußbodenheizung

Fertigparkett besitzt oftmals einen größeren Wärmedurchlasswiderstand als Laminat oder Furnierboden. Die Werte liegen bei 0,10 bis 0,15 m²K/W. Zu bedenken ist, dass Sie nur Fertigparkett verwenden sollten, das zur Verlegung auf Warmwasserfußbodenheizung geeignet ist. Ein Herstellerhinweis bringt diesbezüglich Klarheit. Vergessen Sie nicht, gegebenenfalls den Wärmedurchlasswiderstand einer separaten Trittschalldämmung zu beachten.

Massivholzboden mit Fußbodenheizung

Dadurch, das Massivparkett mit dem Untergrund verklebt wird, ist der Wärmedurchlass besser als bei schwimmender Verlegung. Wer sich für Dielen entscheidet, sollte diese ebenfalls fest verkleben. Eine Montage auf Kanthölzern in Verbindung mit Fußbodenheizung ist nicht zu empfehlen, da zu viel Wärme verloren ginge. Natürlich ist die Gesamtstärke des Belags ebenfalls von großer Bedeutung – je dicker, desto ungünstiger. Hölzer wie Eiche und Kirsche sind dank ihres Quell- und Schwindverhaltens dafür besser geeignet als Buche und Ahorn.

Wenn Sie die Verlegung vornehmen, sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Der Unterboden muss trocken, glatt und sauber sein.
  • Unebenheiten, größer als drei mm, müssen ausgeglichen werden. Dies kann mit Nivellierspachtelmasse erfolgen. Geschieht dies nicht, kann sich das Parkett irgendwann so stark verwinden, das es auseinandergeht oder reißt.
  • Sofern es sich nicht um Untergründe wie Gussasphalt, Trockenestrich oder Holz handelt, ist die Verlegung einer circa 0,2 mm dicken PE-Folie als Feuchtigkeitsschutz immer zu empfehlen. Bitte die Folienbahnen um gut 20 cm überlappen, danach mit Klebeband verbinden.

Welche Holzart für die Fußbodenheizung wählen?

Ahorn und Buche sind nicht gerade die beste Wahl, da sie auf einer Fußbodenheizung zur Rissbildung neigen. Besser geeignet sind Eiche, Kirsche, Nussbaum und Merbau, ebenso wie Bambus. Eine lackversiegelte Oberfläche birgt ebenfalls die Gefahr der Rissbildung. Besser sind geölte Oberflächen. Bei Fertigparkett aus mehreren Schichten ist Rissbildung weniger zu befürchten als bei Massivholzböden aus durchgängig ein und demselben Holz.

Bildquellen:
Heike Hering / pixelio.de (http://www.pixelio.de/media/108200)
Rainer Sturm / pixelio.de (http://www.pixelio.de/media/419823)

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Ein Gedanke zu „Fußbodenheizung – was ist zu berücksichtigen?

  1. wir haben unsere Fußbodenheizung nachträglich selbst eingebaut. Haus Bj. 1962.
    Steuerung bei uns ist sehr einfach: Alte Installation wurde je nach vorhandenem Heizkörper um die Fußbodenheizung erweitert. An jedem Heizkörper haben wir ein Fußbodenheizungskreis mit eigenem Thermotatventil angeschlossen. Wir haben eine Niedrigtemperaturgasheizung, die über Außenfühler geregelt ist. Um beispielsweise ein Zimmer schnell warm zu bekommen, haben wir zusätzlich unsere Heizkörper beibehalten.

    Wir haben Alu-verbundrohr verwendet. Alle notwendigen Werkzeugege gekauft und jetzt bieten wir an, diese zu verleihen

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